Psychologische Praxis
Barbara Heintzen

Verhaltenstherapie (VT)

Die VT besteht aus einer großen Anzahl unterschiedlicher spezifischer Techniken. Diese verschiedenen Behandlungsmaßnahmen werden je nach vorliegender Problematik einzeln oder kombiniert miteinander eingesetzt. Die Prinzipien, die allen verhaltenstherapeutischen Methoden zu Grunde liegen, sind folgende:

VT orientiert sich an der empirischen Psychologie. Sie überprüft ihre Konzepte und Methoden nach wissenschaftlichen Kriterien. Dabei bezieht sie auch Nachbardisziplinen (Medizin, Biologie) mit ein.

Sie setzt in erster Linie an der gegenwärtig bestehenden Problematik an und bezieht dafür die Lerngeschichte mit ein. Als ätiologische Faktoren werden Prädispositionen (vorexistierende genetische, somatische, psychische und soziale Merkmale), auslösende Bedingungen (Belastungen, Erfahrungen, Stress) und aufrechterhaltende Bedingungen (immerwiederkehrende ungewollte Reaktionen, anhaltende Belastungen) angesehen. Im Fokus dabei sind nicht nur die Ressourcen, die ein Mensch hat, sondern auch seine Belastungen.

Ziel der VT ist es, eine breit einsetzbare Lösungskompetenz auf zu bauen.

Die Identifkation des Problems, sowie das zu erreichende Therapieziel werden zu Beginn der Behandlung durch Therapeut und Patient gemeinsam festgelegt.

Danach wird handlungs- und lösungsorientiert mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet. Der Patient wird zum aktiven Erproben neuer Lösungsstrategien motiviert.

Das therapeutische Setting bietet hierfür einen geschützten Rahmen, in dem neue Verhaltensweisen erprobt werden können. Zwischen den einzelnen Sitzungen wird ein eigenständiges Üben angestrebt. Erfolge und Schwierigkeiten können in den sich anschließenden Terminen wieder besprochen werden.

Transparenz ist bei allem ein wichtiges Prinzip. Das Aufklären über das zugrundeliegende Erklärungsmodell und den Therapieplan soll dem Patienten ermöglichen, eigenständige Lösungsmöglichkeiten zu finden.